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Worte

Sie spürte noch, wie sich ihre Lippen zu einem Wort formen wollten, doch dann war plötzlich jeglicher Ansatz verschwunden. Ihr Kopf war voll und gleichzeitig leer, ein durcheinander, welches sie nicht im Stande war, zu greifen.

Sie wurde nervös. Um seinen bohrenden Blicken auszuweichen, irrten ihre Augen ziellos im Raum umher, um den nächstbesten Gegenstand zu erfassen und nicht mehr von ihm zu lassen.

Zitternd und fast schon automatisch spielten ihre Hände miteinander, um sie im >hier und jetzt< zu behalten.

Sie wusste, dass sie nicht ewig so dasitzen konnte. Er wartete auf Antworten und sie konnte nicht davonlaufen. Beinahe panisch suchte sie in ihrem Kopf nach den passenden Worten, doch sobald sie eines hatte, ist es auch schon wieder verschwunden. Immer wieder versuchte sie, mit ihren Lippen Silben zu formen, damit er wenigstens ihre Anstrengung zu reden registrierte, doch es schien hoffnungslos.

Dicke Tränen der Verzweiflung kullerten ihre Wangen herunter. Sie schämte sich, vor ihm zu weinen, obwohl sie es sehr oft machte. Sie schämte sich jedes Mal aufs Neue.

Und so hörte sie sich den einzig erlösenden Satz sagen, zu dem sie im Stande gewesen ist:

„Mir geht es gut.“

 

(C) kaputtes.ding

30.3.09 20:34
 


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